
Die Studie ist provokant und sorgt regelmässig für emotionale Diskussionen die Studie wurde jedoch von Forschern mit einem optimalen Datensatz erstellt.
Die wissenschaftliche Untersuchung hat sich im Kern über mehrere Jahrzehnte um die Frage gedreht:
Hält Arbeit – auch unter Belastung und Stress – gesund, oder ist es besser, wenn man im Leben eine “ruhige Kugel” (möglichst in einem scheinbar sicheren Anstellungsverhältnis) schiebt?
Die zentrale Bedeutung, welche die Wissenschaft den Aspekten Ausdauer, Disziplin und Motivation zuschreiben, nennt man Selbstkontrollfähigkeit. Wer Ablenkungen widerstehen kann, Frustrationen überwinden und sich insgesamt kontrollieren könne, gerate seltener in Konflikte – beruflich wie privat.
Es steht ein erstaunlich klares “Nein” zum nicht arbeiten und ein deutliches “Ja” zur Arbeit. Das Fazit der Forscher fußt auf einer sehr umfangreichen und gründlichen Langzeitstudie, die 1921 in Stanford um den Psychologen Lewis Terman begonnen wurde und deshalb auch nach ihm benannt wurde. Terman suchte ca. 1500 überdurchschnittlich begabte Kinder beiderlei Geschlechts, welche um 1910 geboren wurden. In regelmäßigen Intervallen wurden die Personen acht Jahrzehnte lang ausführlich zu verschiedenen Lebensbereichen befragt.
Stressvermeidung ist ein Mythos
Die Autoren halten die gängige Tipps zur Stressvermeidung für “nicht sehr nützlich”, sondern für einen “Mythos, der nicht zu einer brauchbaren Lösung” führe. So gibt es etwa keine wissenschaftlichen Beweise, dass die Herausforderungen des täglichen Berufslebens das Immunsystem angreifen und eine größere Zahl von Menschen an Krebs oder anderen durch Immunschwäche verursachten Erkrankungen sterben. Auch gebe es kaum Hinweise, dass Menschen, die von ihrem Beruf stark beansprucht würden oder sehr viel arbeiteten, eher an Herzerkrankungen leiden.
Die Forscher konnten das Gegenteil zu diesen Mythen feststellen: Die, die den größten Berufserfolg hatten, starben später. Die Erfolgreichsten lebten im Durchschnitt sogar mehrere Jahre länger als die Erfolglosesten.
Es gibt Modelle, wie etwa das 180 Grad Modell, welche diese positiven Persönlichkeitsaspekte beüben.
Beruflicher Erfolg maß sich nicht am Einkommen. Sondern an umfangreichen Aspekten.
Gewissenhaftigkeit, Disziplin und mehr….
Der Schlüssel zum Berufserfolg sehen die Autoren in einer besonderen Gewissenhaftigkeit und Disziplin. Männer, die beruflich erfolglos und seit Kindheit an sehr undiszipliniert waren, besaßen ein “deutlich höheres Sterblichkeitsrisiko” bereits vor dem 60. Lebensjahr.
Zunehmend wachsende Verantwortung im Beruf bringe zwar mehr Herausforderungen und größere Arbeitslasten mit sich, doch paradoxerweise sei dies “der langfristigen Gesundheit eher förderlich”.
Für Stress sind in besonderem Maße Konflikte mit den Kollegen verantwortlich, weniger die Anforderungen der Arbeit, fanden die Forscher heraus. Ein guter Schutzschild schien, Streit aus dem Wege zu gehen und nicht immer seinen Kopf durchsetzen zu wollen. Wer das beherzigte, blieb gesünder und lebte länger.
Auch nannten die vitalen Männer über 60 Jahre als wichtigste Aspekte in ihrem Leben nicht Freunde, Kultur oder die Suche nach Glück, sondern Arbeit und Familie. “Die Arbeit wurde nicht als Stress gesehen, den man meiden musste, sondern als etwas höchst Wertvolles.
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