Seelische Erkrankungen spielen eine immer wichtigere Rolle in der Arbeitswelt.

Juli 9th, 2010 · 1:08 pm @ Dr. Thomas Frank  -  Keine Kommentare

Nach einer aktuellen Studie des wissenschaftlichen Institutes der AOK (WIdO), bei der die Daten von insgesamt mehr als 10 Millionen Versicherten analysiert wurden, steht fest, dass die Zahl der psychischen Auffälligkeiten am Arbeitsplatz ständig zunimmt. Psychische Störungen, wie etwa Depressionen, Burn Out Syndrom und seelische Erschöpfungszustände waren daher im letzen Jahr für 8,3 Prozent der gesamten Fehltage verantwortlich und liegen somit auf Platz vier der gesamten Ursachen eines nicht erscheinen am Arbeitsplatzes.

Insgesamt ergab die Untersuchung, daß in den letzten 12 Jahren die psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen um fast 80 % gestiegen sind.  Eine Ursache hierfür, kann eine Veränderung im Umgang mit psychischen Auffälligkeiten sein. Nicht erst seit dem Kontakt mit Posttraumatischen Störungen (PTS) bei Soldaten, die in Stresssituationen eingesetzt waren und deren zum Teil dramatischen Folgen für Familien und soziale Umfelder, ist ein Umdenken in der Bevölkerung bezüglich des Erkennens und des Umgangs mit psychischen Störungen zu erkennen.

Die negativen Auswirkungen nicht behandelter psychischer Störungen, haben für die Person selbst oftmals einen dramatischen Verlauf, führen möglicherweise jedoch auch zu nicht zu unterschätzenden Schäden in der Gesellschaft.

Gerade in hoch belasteten Berufen, wie etwa dem Beruf des Lehrers, sozialen Berufen, jedoch auch bei Dienstleistung und Kommunikation im Handel, sowie Telefon.- und Hotline Kommunikation, sind die Schäden und volkswirtschaftlichen und wirtschaftlichen Schäden und Ausfälle nur schwer zu messen.

Eine Ursache für das  rasante Ansteigen der psychischen Auffälligkeiten, kann die sich anspannende  wirtschaftliche Situation, mit den daraus resultierenden sozialen Folgen sein. Damit einhergehend, können sich oftmals gerade ältere Arbeitnehmer nicht rasch,  an die sich zum Teil radikal verändernden Arbeitsbedingungen  anpassen.

Bei den Auswirkungen reagieren Frauen tendenziell eher zu Depressionen, Männer klagen dagegen über Rücken.- oder andere körperliche Schmerzen. Die Anteile der Personen, die in Drogen (Alkohol, oder andere), oder übermäßigen Ersatzkonsum (Einkaufen, Sport, Sexualität, Essen und mehr) flüchten, sind in diesem Fall noch nicht erwähnt.

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