Entrepreneurship für Götz Werner ein wichtiges Studienfach…

Juni 1st, 2010 · 8:01 pm @ Dr. Thomas Frank  -  Keine Kommentare

Entrepreneurship, oder Unternehmertum, sind für den Gründer und Leiter der Drogeriemarkt Kette “dm” ein wichtiges Studienfach. Götz Werner lehrt seit 2008 als Professor an der Universität Karlsruhe und äusserte sich zum Thema Entrepreneurship in einem Interview der Wochenzeitung Die Zeit vom 12.05.2010  / No.20 zu diesem Thema.

Prof. Dr. Werner meint das ein erfolgreicher Entrepreneur eine Liebe zu Menschen und eine konstruktive Unzufriedenheit mit seiner Umwelt benötigt um als Unternehmer erfolgreich sein zu können. Die ersten zwei Semester an seiner Universität finden demnach auch unter dem Motto, “Unternimm dich selbst” statt.. die Studenten sollen ihren eigenen Sinn in Ihrer Biographie finden und mögliche Antriebe daraus erkennen lernen.

Dies bringt mich zu einem interessanten Erlebnis, welches ich kürzlich an einer deutschen Hochschule hatte, an der ich mit einem Kollegen zusammen einen Lehrauftrag zum Thema Präsentation und öffentliches Auftreten durchführte.

Die Aufgabe die wir den Studenten stellten , war nicht gross…. erstellen Sie bis zum nächsten Tag eine Präsentation ihres eigenen Lebens als Powerpoint Präsentation. Am nächsten Tag waren wir  überrascht, als wir feststellten, kaum einer der ca. 30 Studenten hatte die Möglichkeit wahrgenommen, eine Präsentation für die dazu gehörige Rückmeldung durch zwei ausgewiesene Spezialisten zu erstellen.

Wir benötigen in Deutschland momentan sehr viel innovativen Geist und Unternehmertum um die aufziehenden Herausforderungen lösen zu können. Leider ist die Keimzelle hierzu von Seiten des Staates nicht optimal ausgestaltet. In einem Gespräch mit einem jungen Architekten der sich in Kürze selbstständig machen will, kam in den letzten Tagen die grundsätzliche Frage auf “Wofür soll ich den ganzen Stress auf mich nehmen”. Bei genauerer Nachfrage stellte sich heraus, der junge Akademiker wollte nicht etwa von aussen motiviert werden, auch fehlte ihm der Sinn seiner Arbeit nicht, sondern er sieht das deutsche Steuersystem für sich persönlich als Gefahr und Hemmschuh. Demnach sind bei der notwendigen Ausgestaltung einer Innovationskultur innerhalb einer Gesellschaft, nicht nur operative und strategische Aspekte zu berücksichtigen, sondern auch normative Aspekte. Hier ist die Politik ist gefordert die Weichen hin zu einer Innovations getriebenen Gesellschaft mit zu stellen. Gerade jedoch mit dem Rücktritt des höchsten Repräsentanten in der Bundesrepublik Bundespräsident Horst Köhler, gibt der Staat in einer Zeit in der es am notwendigsten erscheint,  im Bereich des normativen Gesellschaftsvertrauens ein unsicheres Zeichen.

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