Zur Notwendigkeit der Veränderung unserer Wahrnehmung bei der Lösung komplexer Herausforderungen in der Management- und Führungskräfteentwicklung.

August 19th, 2009 · 2:40 pm @ admin  -  Keine Kommentare

Veränderung bestehender und eingefahrener Denkmuster sind notwendig, um die Herausforderungen im Management und der Fuührungsentwicklung zu bewaältigen. Vor kurzem war ich mit meinen Kindern im Aquarium. Auf besonderes Interesse stießen die Fortbewegungsaktivitaäten eines Hummers. Mein Sohn war außergewoöhnlich fasziniert, welche Mengen an Sand und Kies der Crustacea mit seinen acht Füßen und zwei Greifern vor sich her schieben konnte.
Mein sechs jähriger Sohn kam auf die Idee, man könne doch auf diese Weise auch Baumaschinen bauen, quasi ohne Räder, aber dafür mit starken bewegbaren Beinen. Ideen hierzu gibt es bereits viele.

Wir sollten die eingefahrenen Möglichkeiten in Bezug etwa der Managemententwicklung und Fuührungskräfteentwicklung radikal überdenken. Die Ergebnisse und Resultate der aktuellen Wirtschaftskrise zeigen, das wir uns in der Ausbildung und Selektion von Fuührungskraäften oftmals an falschen Maßstaäben orientiert haben. Um beim Anfangs genannten Gleichnis zu bleiben, nur weil in der Vergangenheit ein Philosoph „Heureka“ gerufen hat und das Rad erfunden wurde, muss das Rad nicht das Ende unserer Weisheit sein. Unbestritten die Entwicklungen die uns durch das Rad ermöglicht wurden, jedoch ermöglichen etwa aktuelle kybernetische Erkenntnisse uns heute einen Schritt weiter zu gehen und neue effektivere Wege, nicht nur im Bereich der Führung und des Managements zu beschreiten um die Herausforderungen des 21. Jahrhundert erfolgreich bewältigen zu können. Alte Denkmuster sind etwa in den Führungswissenschaften, hierarchisches Denken in der Führung. Im 20. Jahrhundert konnten mit diesem Vorgehen große Massen von Menschen erfolgreich geführt werden. Die Tätigkeiten waren oft stereotyp und Arbeitsschritte und Zusammenhänge oftmals für die Masse der Menschen nicht so komplex wie heute. In der heutigen Zeit geht es in einer Wissensgesellschaft darum , kollektives Wissen oder wie der Bremer Psychologe Peter Kruse es nennt “kollektive Intelligenz” nutzbar zu machen. Kruse spricht sich dabei ausdrücklich gegen eine „Schwarmintelligenz“ aus, die sich in der Vergangenheit oftmals zu einer gruppendynamischen Stampede entwickelte, und im 20. Jahrhundert oftmals zu großem Schaden für die Menschen führte. Diese einfachen und quasi offensichtlichen Erkenntnisse, werden aktuell in vielen Medien diskutiert, trotzdem wird und werden die Erkenntnisse nicht beachtet.
Stephen Covey spricht von ganzen Bereichen quasi objektiven Wissens, das nur theoretisch oder auf subjektiven Erkenntnissen beruht.
So nehmen wir etwa an, dass ein Mensch unter gewissen Bedingungen auf eine vorhersehbare Art reagiert. Covey empfiehlt jedoch alle Grundannahmen der einzelnen Fachgebiete in Frage zu stellen, neu zu überdenken und zu validieren. Nur so sind neue Erkenntnisse möglich. Zurückkommend auf den Hummer als biologisches Vorbild für eine Baumaschine. Ein ganzer Forschungszweig, die Bionik, untersucht mit Erfolg, welche alternativen Möglichkeiten zur Lösung vorhandener Probleme uns die Natur zur Verfügung stellt. (Frank 19.08.2009)

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